warum sollten Schwangere ausgerechnet SALZWASSERFISCHE wie Lachs essen? Das Deutsche Grüne Kreuz warnt davor, die Jodzufuhr für den Körper nicht zu unterschätzen. Untersuchungen haben gezeigt: es gibt keinen Unterschied, ob man im Norden, Süden, Osten oder Westen lebt. Mit einem durchschnittlichen Schnitt von 70 bis 80µg liegt die tägliche Jodaufnahme im gesamten Bundesgebiet deutlich unter der von der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geforderten Mindestmenge von ca. 200µg! Warum Jod? Jod gehört unter anderem zu den Spurenelementen, die der menschliche Organismus braucht, um seinen Stoffwechsel aufrechtzuerhalten. Es ist ein wesentlicher Baustein des in der Schilddrüse gebildeten Schilddrüsenhormons (Tetrajodthyronin oder Thyroxin, kurz: T3), welches die Geschwindigkeit des Stoffwechsels im Körper steuert. Vor allem ist es an der Steuerung des Wachstums, der Knochenbildung und der Gehirnentwicklung beim heranwachsenden des Baby, wenn es noch im Mutterleib ist, beteiligt. Dieses Hormon wird in der Schilddrüse gebildet, es ist ein rund 20 bis 25 g schweres Organ, das wie Flügel eines Falters geformt ist und unterhalb des Kehlkopfes liegt. Bekommt die Schilddrüse zu wenig Jod, so dass sie kein Schilddrüsenhormon bilden zu kann, vermehren und vergrößern sich ihre Zellen, um das wenige vorhandene Jod ausreichend zu nutzen. Dabei nimmt ihr Umfang zu und Mediziner sprechen von einer Schilddrüsenvergrößerung, einer sogenannten. ”Struma”. Frauen sind stärker betroffen als Männer Frauen sind von einer Vergrößerung der Schilddrüse 2-3 x stärker betroffen als Männer, das kommt, weil bei ihnen der Jodbedarf in der Pubertät, in der Schwangerschaft und den Wechseljahren besonders hoch ist. Etwa jede dritte schwangere Frau neigt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, sagt die Wissenschaft. Andere Studien sprechen von bis zu 75% aller Schwangeren, die im Verlauf der Schwangerschaft selbst oder unmittelbar nach der Geburt eine zumindest leicht vergrößerte Schilddrüse entwickeln. Eine solche Unterfunktion lässt das Risiko von Missbildungen oder Fehlgeburten ansteigen und gefährdet die Mutter. In Deutschland und Österreich werden als eine Folge des Jodmangels jährlich etwa 7.500 Babys mit einer Schilddrüsenvergrößerung geboren. Hat dies Auswirkungen auf das Baby? Alles, was das Baby für seine Entwicklung braucht, bekommt es über die Plazenta aus dem Blutkreislauf der Mutter. Doch die Stoffwechselmembrane innerhalb der Plazenta ist als natürliche “Schranke” so beschaffen, dass sie nicht alle Stoffe durchlassen können. Zu diesen Stoffen zählt auch das Schilddrüsenhormon der Mutter, weshalb das Baby dieses Hormon für seine Stoffwechselfunktion selbst produzieren muss. Bereits in der 11. bis 13. Schwangerschaftswoche beginnt die winzige, kindliche Schilddrüse mit dieser Produktion, um die Entwicklung des zentralen Nervensystems, Körperwachstum und -reifung zu garantieren. Doch um die Herstellung aufrecht erhalten zu können, wird in der Schwangerschaftszeit in ausreichendem Maße Jod benötigt, welches die Stoffwechselmembranen der Plazenta problemlos passieren lassen kann. Wenn die Mutter nun unter einem Jodmangel leidet, kann sie auch kein Jod dem Kind abgeben, und in der Folge kommt es auch beim Ungeborenen zu einem Jodmangel. Nun müssen also während der Schwangerschaft zwei Schilddrüsen mit Jod versorgt werden, was den Bedarf deutlich erhöht. Schwangere brauchen pro Tag 230, Stillende sogar 260µg , während normale Menschen nur 180 bis 200µg brauchen. Wie kann man nun die Versorgung dieser Menge Jod sicherstellen? Nach Rücksprache mit dem Arzt, kann es ratsam sein, über eine jodreichende Ernährung hinaus noch zusätzlich Jod-Tabletten einzunehmen. Der Bundesverbraucherschutz empfiehlt die folgenden Maßnahmen: 1. Verwenden Sie ausschließliche jodiertes Speisesalz bzw. jodierten Kochsalz-Ersatz im Haushalt. 2. Bevorzugen Sie unter Verwendung von jodiertem Speisesalz hergestellten Lebensmittel, insbesondere Brot und Fleischwaren. 3. Regelmäßiger Verzehr von Salzwasser-Fisch als der besten natürlichen Jodquelle sowie Milch 4. Tägliche, zusätzliche Einnahme von 150 bis 200µg – z.B. in Tablettenform. Bekommen Babys genügend Jod? Bei Kindern die gestillt werden, ist eine ausreichende Versorgung der Mutter mit der o. g. täglichen Menge gegeben. Jod, was das Baby für seine eigene Hormonbildung braucht, kann es – wenn es voll gestillt wird – nur über die Muttermilch beziehen. Bei Babys, die nicht gestillt werden, ist die Jodversorgung heutzutage über die Säuglingsnahrung sichergestellt, die aufgrund von gesetzlichen Verordnungen besonders mit Jod angereichert wird. Erstellt von www.bebebi.de #schwangerschaft #günstigeKinderwagen #Bebebi

via Bebebi http://ift.tt/2fFxzWD