Rotlicht bei Gelenkproblemen – so lindert es effektiv Schmerzen

Gelenkprobleme wie Arthrose oder Hüftdysplasie aber auch Rückenerkrankungen machen Hunden besonders in der kalten Jahreszeit zu schaffen. Nasskalte Temperaturen und Wind kriechen förmlich in die Gelenke und verursachen Schmerzen. In der Folge bewegen sich Hunde dann nur noch ungern und im schlimmsten Fall verschlimmern sich die Gelenkprobleme.

Schmerzmittel als Mittel der Wahl?!

Schnell greifen Hundehalter in solchen Momenten zu Schmerzmitteln. Allerdings gibt es auch verschiedene andere Wege, deinem Hund in dieser Situation Erleichterung zu verschaffen. Neben Nahrungsergänzungsmitteln kann auch Wärme hier eine zuverlässige Linderung ohne Nebenwirkungen bieten.

Rotlicht – schnelle Hilfe, die du als Hundehalter leisten kannst

Das Rotlicht kannst du als Hundehalter selbst unkompliziert einsetzen. Daher habe ich dir hier alle wichtigen Informationen zur Schmerztherapie mit Rotlicht zusammengefasst.

Brauche ich eine spezielle Rotlichtlampe?

Nein, du kannst ganz einfach die Rotlichtlampe nehmen, die du auch beim Menschen nutzt. Fast jeder Haushalt hat hier eine Zuhause.

So wirkt Rotlicht beim Hund

Die Wärme, die durch Rotlicht produziert wird, geht etwa 1-2- cm in die Tiefe. Was sich auf den ersten Blick wenig anhört, ist in Wirklichkeit schon ziemlich tiefgehen, wenn man sich mal den Vorder- oder Hinterlauf des Hundes anschaut.
Durch die Wärme des Rotlichtes wird die Durchblutung im Gewebe gesteigert, denn die Blutgefäße erweitern sich. So fließt das Blut schneller. In der Folge werden entzündliche Stoffe antransportiert und die Sauerstoffzufuhr erhöht sich. Die Muskulatur deines Hundes entspannt und Schmerzen werden gelindert. Auch die Beweglichkeit der Gelenke wird gesteigert, denn die Gelenkflüssigkeit ist durch die Wärme weniger zähflüssig. Bänder und Sehnen sind dehnbarer. In der Summe hat das den positiven Effekt, dass dein Hund mobiler ist.
Liegt eine chronisch- entzündlichen Gelenkerkrankung vor, ist Wärme ebenfalls sinnvoll, da die entzündlichen Stoffe abtransportiert werden. Doch bei einer akuten Entzündung ist die Rotlichttherapie tabu für deinen Hund.

Das sind die klassischen Anwendungsgebiete der Rotlichtbehandlung

  • Muskelverspannungen
  • Schmerzen
  • schmerzende Gelenke
  • allgemein Gelenkerkrankungen, die nicht entzündlich sind, wie Spondylose oder Arthrose – außerhalb des akuten Schubs
  • chronisch- rheumatische Erkrankungen
  • verminderte Beweglichkeit z.B. bei älteren Hunden

In diesen Situationen ist Wärme tabu:

  • akute Entzündungen
  • Herzinsuffizienz
  • Ödeme, Blutungen, Hämatome
  • Fieber
  • Tumore
  • bei Trächtigkeit (wehenauslösend)

Wie wendest du das Rotlicht bei deinem Hund richtig an

Positioniere die Rotlichtlampe ca. 30-40 cm vom Hund entfernt. Die Infrarotstrahlen sollten im besten Fall in einem 90grad Winkel auf deinen Hund auftreffen. Prüfe mit deiner Hand, ob du den gewählten Abstand als angenehm empfindest. Mit Rotlicht kann man sehr gut auch größere Körperbereiche behandeln. Lasse deinen Hund während der Anwendung bitte nicht alleine, damit du ihn vor Überhitzung schützen kannst und sein Befinden einschätzen kannst.

Wie lange sollte eine Behandlung mit Rotlicht dauern?

Die Behandlung sollte ca. 15-30 Minuten dauern. Du kannst deinen Hund 1-3 Mal täglich mit dem Rotlicht behandeln. Schaue individuell, wie dein Hund die Behandlung annimmt und berücksichtige das bei Dauer und Intensität.
Kein Ersatz für eine fachkundige Behandlung
Die Behandlung mit Rotlicht sollte immer eine Unterstützung für deinen Hund sein. Sie dient jedoch niemals als Ersatz für einen Tierarztbesuch oder eine physiotherapeutische Behandlung. Wenn du unsicher bist, ob Rotlicht für deinen Hund die richtige Maßnahme ist, dann halte bitte Rücksprache mit deinem Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten.

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